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Martin Frech: observation and documentation with a photorapher's eye

My thematic interests are focused on urban space in the big city: exploring social dynamics and patterns of communication are defining links my work.

I am a documentary film-maker by training and this has influenced my photographic method: I proceed in series often over longer periods of time. My findings find their position in portfolios and books or as single objects.

The characteristic sign for my independent work is analog color and black and white photography. I am developing my negatives myself and do the enlargements in my own laboratory. The "object" quality of my originals is important for me.

My special knowledge and long standing experience are qualifications that I am willing to share as personal coach for ambitioned amateurs.

I also do → commissions:
I specialise in portraits and the documentation of events – f.ex. Talks, receptions or conferences. Clients appreciate my discrete manner and book me for important, high-level assemblys.

I live and work as an independent photographer and graphic designer in Tübingen (southern Germany) and Berlin.
I am an appointed member of the Deutsche Gesell­schaft für Photo­graphie (DGPh, ↬ German Photographic Association).

Vita

Martin Frech (born 1966) studies film and video at Hochschule der Medien, Stuttgart. He works for several years as assistant for the documentary film maker Peter Krieg in Cologne. For his graduation he develops the software “ELVIS” (electronic video interactive system) for interactive cinema presentations (Approval “Prix Ars Electronica 1991”, Presentation at “Input 1992”, Baltimore).

The nineties for Martin Frech meant extensive involvement in interactive digital media.
He worked as technical director of the international Media Art Festival interActiva (1992, 1993 in Cologne and 1994, 1995 in Potsdam-Babelsberg), as webmaster (Hoch­schule der Künste, Berlin), lecturer at the Deutsche Film- und Fernseh­akademie Berlin (digital film editing) and at the Freie Uni­versität Berlin (electronic publishing).

At the same time he studies Information science, Library science and History at Freie Universität Berlin. After an unfinished doctorate on stereo- and panoramic photography (Prof. Wersig, FU and Prof. Völz, TU) he concentrates fully on practical photography.

Martin Frech is founder of randgebiete.de, a project dealing with peripheral aspects of photography, he publishes photographical subjects and since 2006 curator at ↬ schaelpic photokunstbar in Cologne.

Editionen:
Zur Frage der Auflagen­höhe und -begrenzung

Meine Aufnahmen entstehen meist auf klassischen (emulsions­basierten) Schwarz­weiß- oder Color-Filmen. Nach der Film­ent­wicklung erhalte ich Negative (Dias nutze ich nur noch selten). Diese originalen Kamera­negative kopiere ich optisch auf Foto­papier ('Vergrößern') und erhalte so positive Schwarzweiß- oder Farb­bilder. Diesen Prozess kann ich beliebig oft wiederholen; voraus­gesetzt ich arbeite sorg­fältig, nutzen sich die Negative dabei nicht ab.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zur Druck­graphik, bei der sich die Druck­vorlage mit dem Drucken abnutzt. Somit unterscheiden sich die ersten Drucke qualitativ von den späteren. Daher werden die Drucke in der Druck­reihen­folge numeriert, zudem wird meist die Gesamt­auflage angegeben.

Beim Ausarbeiten eines Negativs zum positiven Bild habe ich viele Möglichkeiten, Einfluss auf das Bild­ergebnis zu nehmen. Zwei Vergrößerungen vom selben Negativ können daher völlig verschieden aussehen, das hat jedoch nichts mit der Anzahl der Abzüge zu tun.

Ich finde es daher wider­sinnig, Fotografie-Editionen künstlich zu verknappen, indem ich eine Ober­grenze für die Zahl der Vergrößerungen eines Negativs festlege. Außerdem würde ich mir damit zum einen die Möglich­keit nehmen, flexibel auf die Nach­frage nach Abzügen zu reagieren. Zum anderen hätte ich keine Chance, ein Negativ zu einem späteren Zeitpunkt neu zu inter­pretieren.

Bei meiner traditionellen hand­werklichen Arbeits­weise sind weder digitale Daten, noch Computer oder Drucker im Spiel. Jede einzelne meiner Vergrößerungen ist, bedingt durch den handwerklich-analogen Prozess, ein Unikat, das sich – wenn auch gering­fügig – von den anderen Vergrößerungen des selben Negativs unter­scheidet. Seit Herbst 2011 numeriere ich jede meiner Vergrößerungen fortlaufend.

Dennoch sind meine Prints in ihrer Anzahl limitiert. Wenn ich ein Negativ ausarbeite, fertige ich eine bestimmte Menge Abzüge an; in der Regel zwischen drei und fünf. Ich nenne das eine Auflage.
Für maximale Transparenz unterscheide ich nicht zwischen Ausstellungs­prints, Editions­prints, Eigen­exemplaren (AP, EA, HC, PP) u. ä.

Jeder Print einer Auflage ist als Objekt verso ausführlich dokumentiert. Dort finden Sie: lfd. Nummer des Prints, Nummer in der Auflage, Gesam­tzahl der Prints in der Auflage, das Print-Datum, meine Signatur und meinen Stempel­abdruck.
Zusätzlich notiert sind Bild- und Serien­titel (inkl. Aufnahme­datum) mit ggf. weiteren Angaben sowie technische Informationen zum verwendeten Foto­papier und dessen chemischer Bearbeitung, die wichtig sind für den sach­gerechten Umgang mit dem Fotoabzug.

Martin Frech, letzte Änderung: 18.04.2020